Meine Rolle: Solo UX/UI-Designer in cross-funktionalem Team
Projekt: Deago Web (PWA) & SDK
Leistungen: Workflow-Optimierung, Research, UI, Templating, Remote Co-Creation Workshops, Handoffs, Governance
Tool-Stack: Adobe XD (Shared Template), SCSS, Jira & Confluence, Slack
Arbeitgeber: PXL Vision AG
Zeitraum: 1 Monat, Januar 2021
Whitelabel-Anpassung in Minuten – durch geteilte Werkzeuge
Der Asset-Prozess war träge. Falsche Formate, zu lange Texte, endlose Rückfragen. Mit einem geteilten Whitelabel-Template wurde daraus eine kollaborative Erfahrung. Weniger Rückfragen. Schnellere Produktion. Kunden, die sich zu Hause fühlen.
Kern-Shift: Von E-Mail-Pingpong zu geteiltem Workspace – dieselbe Reibung, die Handoffs in Banken und Produktteams verlangsamt.
3 Min. Lektüre
Wie wir die Probleme lösten
Drei Herausforderungen, drei Durchbrüche
Assets kamen in den falschen Formaten. Immer wieder.
Kunden schickten Logos als JPEGs. Texte waren zu lang oder nicht zuordenbar. Jede Iteration bedeutete: Rückfrage, Korrektur, Wartezeit. Wir fragten uns: Was, wenn Kunden direkt im Template arbeiten? Also bauten wir ein Adobe-XD-Whitelabel-Template – mit anpassbaren Styles (Token), direkter Texteingabe und Echtzeit-Vorschau.
Ergebnis: Zero Rückfragen wegen falscher Formate. Klarheit entsteht dort, wo beide Seiten dasselbe sehen, Kunde und Development. Ein sich mit bisherigen Kunden über Wochen hinziehender Prozess minimierte sich auf einen Vormittag Online-Co-Creation-Session, mit Dev-Ready Output und viel Verständnis für Kundenansprüche und Erwartungen.
Anpassungen waren den Designern vorbehalten. Zu Unrecht.
Die Kunden hatten keine Tool-Kenntnisse. Kein Problem – das Template lief in der kostenlosen Adobe-XD-Version. Globales Brand-Editing: Farben, Typografie, Logos mit sofortiger Vorschau auf allen Screens. Texte direkt in UI-Komponenten bearbeiten. Sichtbarkeits-Toggles für optionale Elemente.
Ergebnis: Auch Nicht-Designerkonfigurierten ihr Projekt eigenständig ein. Gute Tools machen Expertise überflüssig – nicht Menschen.
Echtzeit-Zusammenarbeit änderte, wie wir Probleme lösten.
XDs Co-Editing-Feature machte Live-Sessions möglich, in denen Fragen sofort beantwortet wurden. Kein E-Mail-Thread, der sich über Wochen hinweg zog. Wir arbeiteten gemeinsam – direkt im File, in Echtzeit. Kunden prüften die Anpassungen live, während wir den Nutzen verständlich machten.
Ergebnis: schnellere Iterationen, höheres Engagement, angenehmere Zusammenarbeit. Verbunden zu sein macht Arbeit besser. Immer.
Final Designs
Ein System, eine Sprache
Key Learnings
Was dieses Projekt mich gelehrt hat
Code als Single Source of Truth
SCSS-Variablen (Token) als Grundlage – reduziert Developer-Handoffs auf das Wesentliche. Was half: frühzeitig mit dem Dev-Team definieren, was anpassbar sein muss und was nicht.
Einfachheit ist ein Feature
Wenn Nicht-Designer ein Tool nutzen können, ist es gut gebaut. Was mich überraschte: Die einfachsten Funktionen erzielten den grössten Effekt bei den Kunden.
Früher überzeugen, später leichter umsetzen
Den PM zu überzeugen war die echte Herausforderung – nicht das Design. Nächstes mal: Developer Argumente, Daten und konkrete Beispiele zuerst. Der Prototyp ist das letzte Argument.
Warum das noch zählt
Gute Tools machen Zusammenarbeit skalierbar
Dieser Template-Prozess legte die Grundlage für den Aufbau eines Design-Systems (Token) und später für das SaaS-Portal. Was wir früh von Kunden lernten, formte die Anforderungen an Konfigurations-Features in der Self-Service-Applikation. Einfachheit, die skaliert, entsteht nicht durch Zufall – sondern durch Beobachtung.
Geteilte Werkzeuge und klare Governance – sie sind Voraussetzung für skalierbare Produktentwicklung, ob Heute mit Figma, Miro oder anderen zukunftsweisenden Tool-Sets.
Danke bis hierhin
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