🏂

Bau. Brand. Einheit.

image
icon

Meine Rolle: Creative All-Rounder

Services: Scenic Design, 3D-Visualisierung, Grafik-Design, Typografie, DTP, Animation, Video-Compositing

Plattform: Oversize-/Offset-/Siebdruck-/Digital-Prints, TV-Broadcast

Kunde: LAAX Mountains & MTC Move the crowd

Timeline: 4 Monate, Oktober 2015

Wie Schwarz aus Logo-Lärm eine Event-Identität machte

Der LAAXOPEN Snowboard World Cup brauchte ein starkes Branding. Das Problem: Sponsoren-Logos überall. Jede Marke wollte sichtbar sein. Zusammen wirkte es wie ein Schneesturm aus Farben. Also drehten wir den Spiess um: Schwarz als Basis. Weiss für alle Logos. Rot für Energie. Dazu ein 3D-Modell des ganzen Geländes für Planung und TV-Kommentar. 240 Print-Positionen. Ein Look. Keine Ausreden.

Core Shift: Von Logo-Chaos zu einer klaren Event-Identität – durch radikal einheitliches Black-Branding.

3 Min. Read

So haben wir die Probleme gelöst

Drei Herausforderungen, drei Durchbrüche

Das Problem waren nicht die Sponsoren. Das Problem war der visuelle Lärm.

Snowboard-Events ertrinken schnell in Sponsoren-Logos. Rot. Blau. Grün. Gelb. Jede Marke schreit ein bisschen lauter. Gähn. Wir machten das Gegenteil: Schwarz als Bühne. Rot als Puls. Weisse Logos. Keine Ausnahme.

Backdrop composition for 2017 event. Photo by Christian Stadler
Backdrop composition for 2017 event. Photo by Christian Stadler

Resultat: eine visuelle Identität, die gegen den Schnee wirkte – nicht gegen sich selbst. Eine klare Ansage bleibt stärker hängen als hundert konkurrierende Stimmen.

3D machte Entscheidungen möglich, bevor irgendetwas gebaut war.

Stakeholder konnten sich das Gelände nicht vorstellen. Beschreibungen reichten nicht. Also bauten wir das ganze Setup in 3D – Obstacles, Banner, Blickwinkel, Kamerafahrten. Plötzlich sahen alle den Event, bevor er existierte.

Schnellere Abstimmung. Weniger Überraschungen. Bessere Planung. Und ja: Das gleiche Modell landete später auch in den TV-Kommentar-Animationen.

icon

3D-Pipeline: Gelände-Modellierung Stakeholder-Visualisierung TV-Animation-Reuse Ein Asset, mehrere Einsätze

240 Positionen brauchen Struktur. Sonst frisst dich die Produktion.

Photo by Christian Stadler
Photo by Christian Stadler
icon

Produktions-Skala: 240 Print-Positionen 4 Produktionsmethoden 3 Produzenten Fixe Deadlines

Poster. Bibs. Banner. Trophäen. 240 Deliverables. 4 Produktionsmethoden. 3 Produzenten. Ein fixes Event-Datum. Ein verpasster Termin und die Kette reisst. Also bauten wir von Tag 1 an eine klare Datenbank- und Ordnerstruktur. Specs, Versionen, Timelines. Alles sichtbar.

Chaos liebt Lücken. Struktur macht Tempo.

Pre-renders and concept suggestions of vanue materials
Pre-renders and concept suggestions of vanue materials
Photos by Christian Stadler, Matt McHattie and Marcel Lämmerhirt
Photos by Christian Stadler, Matt McHattie and Marcel Lämmerhirt
image
image
image

Key Learnings

Was dieses Projekt mir beigebracht hat

Black-Branding war mutig. Stakeholder zu überzeugen war mutiger.

Sponsoren zahlen für Sichtbarkeit. «Alle Logos weiss» vorzuschlagen, klang erstmal riskant. Der Pain: Eine radikale Idee pitchen, die theoretisch Sponsor-Buy-in killen könnte. Was funktionierte: frühe Mockups, klare Vergleiche und die einfache Wahrheit, dass ein einheitliches Branding mehr Erinnerungswert erzeugt als farbiges Logo-Geschrei.

Enge Deadlines zwingen zur Priorisierung – oder sie killen Qualität.

240 Positionen. 3 Monate. Ein fixes Event-Datum. Der Pain: Ich wollte perfekte 3D-Renderings bauen, aber einige Szenen frassen Tage. Was mich rettete: «good enough» für Neben-Assets akzeptieren, Render-Power auf Hero-Elemente legen und Aufgaben brutal priorisieren. Nicht schön. Aber wirksam.

3D-Skills öffnen Türen. Mid-Project-Learning hat trotzdem seinen Preis.

Venue-Modeling war damals für mich neues Terrain. Cinema 4D lernen, während der Event näher kommt? Schon fast unheimlich. Was half: reale Snowboard-Obstacles aus der Praxis zu kennen und dieses physische Wissen digital zu übersetzen. Aber ehrlich? Der Stress und die Überstunden zeigten mir ziemlich deutlich: Tools lernt man besser vor dem Projekt mit harter Deadline.

Warum das heute noch zählt

Das beste Event-Branding verbindet. Es konkurriert nicht.

Viele Events sind visuelles Rauschen. Sponsoren-Logos kämpfen um Aufmerksamkeit. Am Schluss erinnert man sich an nichts. Die Events, die hängen bleiben, haben eine klare Identität – einen Look, ein Gefühl, eine Haltung. LAAXOPEN zeigte genau das: Mutige Entscheidungen – Schwarz, Weiss, Rot – erzeugen mehr Wirkung als sichere Kompromisse. Einheit schlägt Lärm. Immer.

Danke fürs Lesen